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Geschichte der Gesellschaft Moravské železárny a.s.
Die Moravské železárny wurde im Jahr 1907 gegründet und während ihrer hundertjährigen Existenz durchlief sie einige Entwicklungsphasen. Seit Gründung bis 1910 war das Unternehmen im Privateigentum. Ab ihrem Beginn bildete die Moravské železárny eine traditionelle, fast komplexe metallurgische Grundlage, die einerseits für eigene Finalprodukte genutzt wurde (Gabeln, Achsen, Armaturen, Brückenbohlen, Anschlagpuffer, Lagerkammern für Waggons, automatische Waggonkupplungen, Flansche), und weiterer bedeutende Produktionsteile im Charakter der Maschinenmetallurgie in Kooperation mit sonstigen Maschinenunternehmen. Die ursprüngliche Produktion bestand aus einer Schmiedewerkstatt für Gesenk- und auch freie Schmiedestücke, Gießerei von Grauguss und maschinelle Bearbeitung der Schmiedestücke und Gussstücke.
Ab 1911 bis 1945 war die Moravské železárny Aktiengesellschaft im Besitz der Mährischen Agrar- und Industriebank. Im Jahr 1912 kam es zur Produktionserweiterung um Gussstücke aus Weichguss und im Jahr 1913 aus Stahlguss. Die Produktion der Flansche wurde im Jahr 1922 eröffnet. Es wurden die notwendigen Maschinen besorgt, insbesondere für die Produktion der Kernmarken und das Schneiden der Flansche.
Ab 1946 wurde die Gesellschaft zum Nationalunternehmen erklärt. Die Produktion wurde erweitert und nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das Unternehmen zum Monopolhersteller von Flanschen in unserer Republik. Mit dem Ausbau der neuen Gießerei für Weichguss im Jahr 1953 kam es praktisch zum größten Aufschwung bei der Herstellung von Flanschen und zu dieser Zeit gehörte dieser Betrieb zu den modernsten Gießereien mit fortschrittlichster Technologie. Kugelgraphitguss begann sie im Jahr 1959 zu produzieren, als der erste Betrieb in der damaligen Tschechoslowakei. Während einiger Jahre war praktisch das einzige Detail die Lagerkammer, ab dem Jahr 1964 begann die Produktion zu steigen und es kamen weitere Details hinzu, vor allem für die Traktorenindustrie, für Ackermaschinen und Automobile. Einige Jahre hat man auch an der Entwicklung von Kurbelwellen für Automobile, Traktoren und Dieselmotoren gearbeitet.
Ab dem Jahr 1994 wurde die Moravské železárny a.s. zur Handelsgesellschaft. In demselben Jahr gewann sie als erste kommerzielle Gießerei in der Tschechischen Republik das Zertifikat ISO 9002 für Kugelgraphitguss und in 1996 auch für Flansche.
Im Jahr 2002 teilte sich die Moravské železárny in einige selbständige Unternehmen auf. Unter dem historischen Namen bleibt nun die Produktion von Flanschen, kleinen Abgüssen aus Kugelgraphit-, Grau-, temperiertem und Weißguss und auch Gesenkschmiedestücke. In den folgenden Jahren ging das Unternehmen durch eine Finanzkrise, welche in der Veräußerung der Firma an einen neuen Besitzer mündete - der Firma ARCADA Capital a.s. im Jahr 2005. Zurzeit erfolgen in der Moravské železárny a.s. die Erneuerung des Maschinenparks und weitere Modernisierungen und Investitionen, welche die Deckung der sich erhöhenden Anforderungen der Kunden an die Produktionsqualität sichern sollen. Die Produkte werden auf den inländischen, wie auch auf den ausländischen Markt geliefert. Der Export beträgt bis zu 80 %.


